Miteinander gewinnt
Qualifizierung, Vermittlung und Begleitung von Integrationsbegleiter/Innen für Kinder, Jugendliche und Familien mit Migrationshintergrund. Das Projekt ist Teil des baden-württembergischen Modellprojekts "Bürgerschaftliches Engagement: Ehrenamtliche Integrationsbegleitung für bleibeberechtigte AusländerInnen und SpätaussiedlerInnen"
- Kontaktinformationen
- Entstehungszusammenhang und Rahmenbedingungen
- Ziele und Zielgruppen
- Teilnehmer/innen
- Kompetenzen, Motive und Qualifizierung der Freiwilligen
- Projektablauf und -inhalte
Kontaktinformationen
Stadtverwaltung Filderstadt
Referat für Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung
Martinstraße 5
70794 Filderstadt
Baden-Württemberg
www.filderstadt.de/servlet/PB/menu/1002862_l1/index.html
Entstehungszusammenhang und Rahmenbedingungen
- Laufzeit
- 2006-2009
- Programmförderung
- Modellprojekt "Bürgerschaftliches Engagement: Ehrenamtliche Integrationsbegleitung für bleibeberechtigte AusländerInnen und SpätaussiedlerInnen“ des Innenministeriums Baden-Württemberg
- Finanzierung
- Landesstiftung Baden-Württemberg und Eigenmittel
Entstehung
Die Stadt Filderstadt führt seit sechs Jahren einige Projekte zur Integration von Migrantinnen und Migranten durch, die immer im Zusammenhang mit Bürgerengagement stehen. Als das Innenministerium Baden Württemberg 2005 den Wettbewerb „Bürgerschaftliches Engagement: Ehrenamtliche Integrationsbegleitung für bleibeberechtigte AusländerInnen und SpätaussiedlerInnen “ ausgeschrieben hatte, hat sich die Stadt beworben. Das Projekt wurde zusammen mit 19 anderen Bewerbern zur Förderung ausgewählt. Das Projekt “Miteinander gewinnt“ ist auf den Stadtteil begrenzt, in dem die meisten Menschen mit Migrationshintergrund wohnen. Dort gibt es auch bereits ein Netzwerk von Einrichtungen und Akteuren, die sich in der Integrationsarbeit engagieren und zu denen es gute Kontakte gibt. Dazu gehören die Grund- und Hauptschule, die Kindergärten und die Vereine, die schon bei Projekten in diesem Bereich begleitet wurden.
Rahmenbedingungen
Zu den Aufgaben der hauptamtlichen Koordination gehört die Erstellung der Konzeption, der Kontakt zum Innenministerium und zu den Kooperationspartnerinnen und -partnern und zu anderen Projektstandorten. Weitere Aufgaben sind die Projektverwaltung, die Öffentlichkeitsarbeit, die Organisation der Fortbildungen, die Organisation und Durchführung der Gruppentreffen und der begleitenden Familienangebote, die Organisation der Informationsveranstaltungen sowie der Auftakt- und Abschlussveranstaltungen und das Führen der Informationsgespräche.
Die Freiwilligen erhalten Benzingutscheine und sind in alle Anerkennungsmaßnahmen des Referates für Bürgerbeteilung und Stadtentwicklung einbezogen.
Ziele und Zielgruppen
Die Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche und Familien mit Migrationshintergrund. Es geht darum, den Migrant(inn)en Hilfen bei der Alltagsbewältigung zu geben, das umfasst Unterstützung bei Erziehungsfragen, Hilfe beim Erlernen oder Verbessern der deutschen Sprache, bei der Arbeitssuche und der Stadtteilintegration. In der Arbeit mit den Kindern geht es um Hausaufgabenbetreuung, Lesetraining und Freizeitgestaltung.
Projektbeschreibung
Die Teilnehmer/innen
Es wird mit Tandems gearbeitet. Diese Tandems bestehen jeweils aus einem/er deutschen Partner/in und einem/er Partner/in bzw. einer Familie mit Migrationshintergrund. Im Jahr 2006/2007 gab es 14 solcher Tandems, zehn davon bleiben auch weiter bestehen. Die neuen Tandems für das Jahr 2007 werden gerade zusammengestellt, bis jetzt sind es acht. Beteiligt sind derzeit 20 Ehrenamtliche (18 Frauen und 2 Männer) und 24 Migrant(inn)en, die hauptsächlich aus der Türkei stammen.
Kompetenzen, Motive und Qualifizierung der Freiwilligen
In Vorgesprächen und einer Informationsveranstaltung werden die Aufgaben der im Projekt Tätigen genau erklärt und die Aufgaben geklärt. Danach entscheiden die Freiwilligen, ob sie sich hier engagieren wollen. Wichtig ist die Aufgeschlossenheit gegenüber Menschen aus anderen Kulturen. Vielen der Ehrenamtlichen ist es wichtig, sich für Menschen fremder Herkunft zu engagieren, einige würden aber auch deutsche Familien unterstützen.
Bei der Qualifikation handelt es sich um eine 8-stündige so genannte Basissensibilisierung, die im Rahmen des Gesamtprojektes vom evangelischen Migrationsdienst angeboten wird. Zusätzlich wird noch ein eintägiges „Interkulturelles Praxisseminar“ seitens des Referats für Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung angeboten.
Projektablauf und -inhalte
In den Vorgesprächen wird geklärt, welche Erwartungen sowohl auf Seiten der Migrant(inn)en als auch auf der der Ehrenamtlichen bestehen. und z. B. auch, wie viel Zeit die Pat(inn)en pro Woche einbringen möchte. Dann gibt es erste gemeinsame Treffen interessierter Migrant(inn)en und Begleiter/innen, auf denen sie sich zwanglos kennen lernen und sich gegenseitig aussuchen können. Gedacht ist an eine Begleitung für den Zeitraum von einem Jahr, aber beide Tandempartner/innen haben die Möglichkeit jederzeit auszusteigen. Die Treffen finden mindestens einmal pro Woche statt, manche treffen sich auch zweimal und mehr pro Woche.

