Ausbildungspaten
Freiwillige begleiten als Ausbildungspatinnen und -paten vor allem Hauptschulabsolvent(inn)en auf ihrem Weg in eine eigenständige Zukunft. Aufgaben der Pat(inn)en sind die Entwicklung von Ausbildungsperspektiven und die Unterstützung der Jugendlichen in der Erreichung ihres Ziels.
- Kontaktinformationen
- Entstehungszusammenhang und Rahmenbedingungen
- Ziele und Zielgruppen
- Teilnehmer/innen
- Kompetenzen, Motive und Qualifizierung der Freiwilligen
- Projektablauf und -inhalte
- Erfolgsfaktoren und Schwierigkeiten
Kontaktinformationen
Freiwilligenzentrum Hannover e.V.
Karmarschstr. 30-32
30159 Hannover
Niedersachsen
www.freiwilligenzentrum-hannover.de
Entstehungszusammenhang und Rahmenbedingungen
- Laufzeit
- seit 2005 laufend
- Finanzierung
- Landeshauptstadt Hannover und Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung
Entstehung
Das Projekt ist eine Initiative des Freiwilligenzentrums Hannover.
Rahmenbedingungen
Die hauptamtliche Projektleitung und die ehrenamtliche Koordination sind verantwortlich für die Durchführung des Projektes und die Vermittlung der Pat(inn)en.
Die Freiwilligen erhalten eine Aufwandsentschädigung je nach geleisteten Stunden. Darüber Hinaus findet ihr Engagement über Ehrungen in der Presse, auf der Homepage und bei Feiern Anerkennung.
Ziele und Zielgruppen
Die Zielgruppen des Projektes sind vor allem Haupt- und Realschüler/innen mit Migrationshintergrund, die in ihrer Ausbildungs- und Beruforientierung durch Ausbildungspat(inn)en unterstützt werden.
Projektbeschreibung
Die Teilnehmer/innen
Ca. 70% der Teilnehmer/innen haben einen Migrationshintergrund. In den letzten 12 Monaten haben 100 Jugendliche an dem Projekt teilgenommen. Das Alter der Teilnehmer/innen liegt zwischen 15 und 18 Jahren. Die Jugendlichen können das Angebot max. 48 Monate lang nutzen.
Kompetenzen, Motive und Qualifizierung der Freiwilligen
Die Freiwilligen sollten in der Lage sein, ihre Berufserfahrung adäquat an die Jugendlichen weitergeben zu können. Sie sollen die Jugendlichen motivieren und ihnen ein positives Denken vermitteln können. Die Zusammenarbeit mit den Schüler(inne)n soll auf gleicher Augenhöhe stattfinden.
Das vorrangige Motiv der Freiwilligen, sich als Ausbildungspat(inn)en zu engagieren, ist, dass sie von der Notwendigkeit überzeugt sind, einem vernachlässigten Klientel Unterstützung zu bieten.
Die Ausbildungspat(inn)en erhalten eine Qualifizierung durch das Freiwilligenzentrum. Darüber hinaus finden regelmäßige Treffen zum Erfahrungsaustausch statt.
Projektablauf und -inhalte
Die Schüler/innen suchen sich ihre Pat(inn)en in Kennenlernworkshops aus. Im Rahmen einer Tandembegleitung werden sie von da an betreut. Auf Wunsch umfasst die Betreuung der Schüler/innen ihre gesamte Schul- und Ausbildungszeit. Gemeinsam überlegen sie individuell passende Strategien in eine berufliche Ausbildung. Die Pat(inn)en begleiten sie zu Workshops und helfen bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen. Die konkrete Ausgestaltung einer jeden Patenschaft wird von den Pat(inn)en und Schüler/innen selbst bestimmt. Die Pat(inn)en bieten Talentscouting, Verhaltenstraining, Bewerbungstraining, Gespräche, gemeinsame Planungen, Erstellung von Bewerbungsunterlagen, die Suche von Praktikumsstellen und Ausbildungsplätzen sowie vorbereitende und begleitende Gespräche mit Ausbildungsbetrieben.
Erfolgsfaktoren und Schwierigkeiten
Was gut gelungen ist:
Im letzten Jahr wurden 100 Jugendliche begleitet. 25 Jugendliche konnten in eine Ausbildung vermittelt werden, 28 Jugendliche besuchen weiter die Schule. Es lässt sich beobachten, dass im Rahmen des Projektes die Persönlichkeit der Jugendlichen gestärkt werden konnte.
Wo es Schwierigkeiten gibt:
Einige Pat(inn)en geben zu schnell auf und kommunizieren Problem nicht oder zu spät. Problematisch wirken sich Unpünktlichkeit und Unzuverlässigkeit von Schüler(inne)n aus.

